Inklusion am Gympeg

Verrückt? Na und!

Veranstaltung des Gympeg als Inklusionsschule für die 9. Klassen im Juni 2018

 

 

Am 8. und 15. Juni 2018 fand an unserem Gymnasium in den Klassen 9b und 9c ein Projekt zur Aufklärung von psychischen Erkrankungen statt. Zu Gast waren drei Frauen. Eva, die jüngste mit 20 Jahren, befindet sich mitten im Studium, während Irene als Sozialarbeiterin schon länger in diesem Bereich aktiv ist. Vanessa, die dritte im Team, möchte mit ihrer Geschichte möglichst viele Menschen erreichen.

Das Projekt war in fünf Teile unterteilt:

1. Zu Beginn haben wir eine Vorstellungsrunde gemacht, wobei jeder seinen Sitznachbarn vorstellen musste. Danach hat jeder ein Adjektiv gesucht, das mit demselben Buchstaben beginnt wie sein Name und in unserer Gesellschaft als verrückt gilt. Anschließend wurde das Thema psychische Erkrankungen angesprochen und anhand der genannten Adjektive Vorurteile besprochen. Die drei Projektleiterinnen gingen auf Fragen der Schüler gut ein und versuchten diese so gut wie möglich zu beantworten.

2. Daraufhin wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt und jede Gruppe erhielt einen Arbeitsauftrag. Wir mussten Präsentationen zu den Themen Schulangst, seelische Gesundheit in unserer Klasse, Notfallkoffer für die Seele und Achterbahn des Lebens erstellen und sollten diese anschließend vor der Klasse präsentieren. Dabei hatte jede Gruppe die Möglichkeit, zusätzlich ein kleines Theaterstück zu spielen, welches auch von der Gruppe mit dem Thema Schulangst wahrgenommen wurde.

 

 

 

3. Danach haben uns die Projektleiterinnen von ihrem Berufsleben und ihrem Projekt erzählt. Im Anschluss schilderte eine der Frauen ihre bewegende Geschichte. Sie selbst war mit 16 Jahren psychisch erkrankt, sie erzählte von ihren Erfahrungen mit Depression, Selbstverletzungen und Suizidgedanken/-versuchen sowie von Klinikaufenthalten. Dies war für alle sehr eindrucksvoll und alle zeigten Respekt, da sie sich traute, offen über ihre Geschichte zu reden und bereit war, Fragen sehr offen zu beantworten. Letztendlich kamen wir zu dem Ergebnis, dass man den meisten psychisch Erkrankten ihre Krankheit nicht ansieht.

4. Abschließend haben wir das an dem Tag Gelernte zusammengefasst und den Leiterinnen unser Feedback gegeben. Dieser kurzweilige und informative Projekttag hat uns allen gut gefallen und wir haben jetzt einen neuen Blickwinkel bezüglich des Themas erlangt.

5. Bevor wir nach Hause gingen, wurden wir darüber informiert, wo und an wen sich Betroffene hinwenden können.

 

 

 

Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b